Berufliches Gymnasium: Wirkt sich das Herzblut auf die Abiturnote aus?

Offenbach Post vom 27.05.2014

Schlachten auf anderen Bühnen brachten Gymnasiasten der Jahrgänge Q1 und Q2 auf die Bühne der Georg-Kerschensteiner-Schule. In zwei Aufführungen mit wechselnder Besetzung in den Hauptrollen stellten sie in der Aula der Schule an der Georg-Kerschensteiner-Straße Heinrich von Kleists Prinz Friedrich von Homburg vor. Im Jahr 1675 kämpft der unter der Führung seines Ziehvaters, des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, in der Mark Brandenburg mit den Niederländern und gegen Franzosen und Schweden. Er soll aber erst nach einem Signal in die Schlacht eingreifen, was der Prinz jedoch nicht registriert.

Foto: Michael

Die fast 30 Schülerinnen und Schüler haben sich unter der Regie ihrer Lehrerin Christiana Blumöhr intensiv mit der Zeit und den Personen beschäftigt. So gelang es ihnen, die Charaktere der historischen Figuren ohne falschen Pathos glaubhaft darzustellen. Sie kombinierten Kostüme jener Epoche mit ihrer Alltagskleidung, benutzten akustische Einspieler vor einer Kulisse aus flexiblen Bühnenelementen und Projektionen von Fotos der einstigen Schauplätze. Diese Technik verlangte den Einsatz eines Scheinwerfers, der wie die häufigen Szenen-Vorhänge den Spielfluss etwas erschwerte. Die Akteure selbst aber waren mit viel Herzblut dabei, was sich auf die Benotung des Pflichtkurses fürs Abitur positiv auswirken sollte.