Erfolgsgeschichte geht weiter

Gruppe „Freunde für Freunde" finanziert auch im nächsten Jahr Sportfest für behinderte Kinder

Offenbach Post vom 06.09.2013

OBERTSHAUSEN- Als Eddy Schneider und seine Frau Rita im Jahr 2004 50 Jahre alt wurden, legten sie drei Dinge fest. Es sollte eine gemeinsame Feier geben, sie sollte als Straßenfest stattfinden und sie sollte einem guten Zweck dienen. Daher verzichteten beide auf persönliche Geschenke und baten ihre Gäste stattdessen um Geldspenden, um ein Sportfest für behinderte Kinder und Jugendliche finanzieren zu können. Die Idee kam bei den Gästen gut an - der Grundstein für eine bis heute andauernde Erfolgsstory war gelegt.

Das jüngste Freunde-für-Freunde-Fest erbrachte einen Erlös von rund 3.500 Euro. -Foto Michael

Im Frühjahr 2005 fand im städtischen Sportzentrum an der Badstraße In Obertshausen das erste Sportfest statt, das rund 300 behinderte Kinder, aus entsprechenden Schulen in Stadt und Kreis Offenbach und 100 freiwillige Helferinnen und Helfer - allesamt Schüler der Obertshausener der Georg-Kerschensteiner-Schule - gestalteten. Damals wie heute standen und stehen nicht Höchstleistungen sondern der Spaß an der Bewegung uncl an der Teilnahme an den Sport- und Spielangeboten im Vordergrund.

Das erste Sportfest sollte nicht das letzte sein, das nunmehr achte fand am 11. Juni dieses Jalires statt - diesmal mit mehr als 350 Teilnehmern und rund 150 Helfern. Das Sportfest sei damals so gut gelaufen, dass sich einige von den damaligen Geburtstagsgästen mit den Gastgebern zusammengetan und die Gruppe „Freunde für Freunde" ins Leben gerufen hätten, erinnert sich Thomas Zeiger, der mit seiner Frau Beate zu den „Freunden der ersten Stunde gehört. „Das Behinderten-Sportfest sollte keine Eintagsfliege bleiben.

Damit das Sportfest nicht aus finanziellen Gründen ausfallen muss, organisiert die Gruppe ein jährliches „Freunde-für-Freunde-Fest" , bei dem Spenden gesammelt werden. In den vergangenen Jahren kamen so etwa 40 000 Euro zusammen. Der Erlös aus dem diesjährigen Fest, das wieder im Pfarrgarten von Herz Jesu in der Kirch-Straße stattfand, beträgt laut Thomas Zeiger rund 3500 Euro. Jeder aus der Gruppe zahle einen gewissen Obolus als Grundstock, etwa um die Unkosten für die bei den Festen auftretenden Bands aufzubringen, so Zeiger. „Für Speisen und Getränke brauchen wir in der Regel nichts zu zahlen, sie werden und von Firmen und Geschäften kostenlos zur Verfügung gestellt."

Durch den Erlös des diesjährigen „Freunde-für-Freun-de-Festes" bei dem die Formationen „Die Unglaublichen" und „Irre Typen" sowie das Duett aus Wolfgang Lieberwirth (Kontrabass) und Günther Köhler (Gitarre) für die musikalische Unterhaltung sorgten, ist die Finanzierung des Sportfestes im nächsten Jahr gesichert.

Jetzt muss nur noch Petrus mitspielen „Das Sportfest ist in all den Jahren nur einmal ausgefallen", sagt Zeiger. "Das Wetter war damals einfach zu schlecht."