Der Weg zum Traumberuf

Ausbildungsmesse hilft Schülern, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen

Offenbach Post vom 09.09.2013

 

DIETZENBACH -
„Was geht?" Eine Frage, die sich Jugendliche gerne stellen. Vor allem fragen sich
Jahr für Jahr tausende Schulabgänger: Wie soll es mit der beruflichen oder schulischen Laufbahn nach dem Abschluss weitergehen?

Eine Orientierungshilfe bietet hierbei die Aus- und Weiterbildungsmesse „Was geht? - der Start in deine Zukunft", die am Samstag von den Auszubildenden der Kreisstadt organisiert wurde. Die Veranstalter führten alle Angebote nun erstmals in der Turnhalle der Ernst-Reuter-Schule zusammen: „Das hat den Vorteil, dass alle Stände an einem Ort platziert sind und die Besucher nicht zwischen den Gebäuden hin und her laufen müssen", erklärt Veranstaltungskaufrau Jasmin Kollmannn.

Rund 45 Unternehmen und Schulen aus unterschiedlichsten Branchen präsentieren ihre Aus- und Weiterbildungsangebote. Dabei informieren große Unternehmen wie Bosch, Rewe oder Fraport, aber auch kleinere mittelständische Unternehmen aus Dietzenbach und Umgebung über ihren Betrieb. So bietet die Messe die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen, den möglichen Ausbildungsbetrieb kennen zu lernen und sich ein genaueres Bild vom Traumberuf zu machen. Einige spannende Vorträge geben außerdem Einblick Auslandsaufenthalte, Karrierechancen in der Bauwirtschaft oder Ausbildung im Einzelhandel. In Gesprächen mit den Mitarbeitern können offene Fragen direkt beantwortet werden.

Häufig erkundigen sich die Besucher, wie viel sie man verdienen können und welche Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Farbige Quadrate an den Ständen signalisierten den Besuchern zudem, ob für die jeweiligen Stellen ein Haupt,- Realschulabschluss oder ein Abitur benötigt wird. „Die Messe ist eine ideale Möglichkeit, unser Unternehmen zu präsentieren und um Nachwuchs zu werben", sagte Salman Hayatsu, der im ersten Lehrjahr beim Speditions-unternehmen TNT ist und von seiner Arbeit schwärmt.

Während manche Betriebe sich nicht um einen Bewerbungsansturm sorgen müssen, sieht es in anderen Branchen mau aus: „Wir suchen dringend Auszubildende", sagte der in Dietzenbach ansässige Dachdecker, Holger Schmitz. „Da der Beruf des Dackdeckers wohl nicht mehr so attraktiv für junge Leute ist, warten wir nicht, bis die Azubis zu uns kommen, sondern werben gezielt um Nachwuchs. " - Trotzdem sei die Resonanz am Stand „sehr verhalten" gewesen, doch sei dies ein Image-Problem des Handwerks.