ABI 2014 - Georg-Kerschensteiner-Schule führt 111 junge Menschen zum Abitur

Auch einige Lehrkräfte treten bei Abschlussparty auf.

Heimatbote vom 14. August 2014

Obertshausen (pro) - „Sie haben ihr Spiel gewonnen!" Dirk Ruber verglich den Status der Schüler mit dem der Fußballer. Der „Gewinn" des Abiturs sei auch angesichts eines guten „Trainerstabs" an der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) möglich gewesen, dankte der Direktor dem Kollegium. Exakt 111 junge Leute erhielten an einem der größten beruflichen Gymnasien Hessens die Hochschulreife und feierten den Abschied von der Schulzeit im Bürgerhaus.

Neben der fachlichen Leistung mussten die Absolventen eine Reihe von Tugenden an den Tag legen, befand Ruber: Mut, Fleiß, Selbstbewusstsein, Zähigkeit, Weitblick und Talent gehören dazu. „Die Gegner sind oft nicht zu erkennen", mahnte der Schulleiter und nannte Übermaß, Selbstüberschätzung, Risikofreude und Rücksichtslosigkeit, Aktionismus, Gleichgültigkeit und Trägheit. Es gehe darum, das rechte Maß zu finden, die Mannschaft im Blick zu behalten und sich nicht auf einer guten Strategie auszuruhen, verglich der Pädagoge mit dem Sport. „Nutzen Sie ihre Freiheit verantwortungsvoll, lassen sie sich beraten, aber entscheiden sie die wesentlichen Dinge immer selbst", riet er. „Unser Jogi Low heißt Uli Brand", lenkte Ruber den Blick auf den Leiter des Beruflichen Gymnasiums und die Lehrkräfte, die „viel in sie investiert haben". „Sie haben ihr Abitur nicht irgendwo, sondern an der GKS erworben", förderte er Gemeinsinn und Stolz auf die „Beraterschule".

Die besten Abschlüss gelangen Tom Knoche und Viktoria Wenzel aus der Wirtschaftsklasse von Andrea Andrae mit den Durchschnittsnoten 1,5 und 1,6, Laura Schulz (1,7), die Ernährung bei Waltraud Simon-Wagner als Leistungsfach belegt hatte, und Robin Waiden (1,9), der sein Abi in der Klasse von Brigitte Wilken in der Fachrichtung Gesundheit baute. Sie erhielten Gutscheine für den Einkauf im Internet. Robin war zudem Schulsprecher, ist bereits ausgebildeter Rettungssanitäter und hat während einer Studienfahrt in Spanien einem Bewohner das Leben gerettet, lobte Uli Brand.

Die Besten des Abiturjahrgangs wurden vom Schulleiter und dem Leiter des Beruflichen Gymnasiums auf die Bühne gerufen und erhielten Gutscheine.

 

Es folgte eine Diashow über den Abi-Jahrgang, zusammengestellt von Jasmin Virgils, Schüler verliehen den „Goldenen Kerschensteiner" an Lehrkräfte und einige Tutoren bewährten sich als Sänger der Abi-Band: Klaus Dieser bewährte sich mit „Marmor, Stein und Eisen bricht", Martin Rämer mit „Joana" und das Trio Andrea Andrae, Jutta Engel und Brigitte Wilken gab Helene Fischer mit „Atemlos". Saskia Ehmig leitete das Männerballett, bevor Englischlehrer Michael Nowak von Abiturienten neu gestylt die Bühne betrat. Er wird die Gestaltung der Abschlussfeiern von Oberstudienrat Hans-Jürgen Chop übernehmen, hieß es. Zu später Stunde präsentierten die Jugendlichen noch Ballkönigin und -könig und feierten Party mit Diskjockey Jan Ullrich.