Ein halbes Jahr in Spanien mit Erasmus Plus

Für all diejenigen, die schon immer einmal ins Ausland gehen wollten, sich aber noch nicht getraut haben, ist das Erasmus Plus Programm eine tolle Möglichkeit.

Hierbei handelt es sich um ein von der EU gefördertes Programm. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung könnt ihr mit Erasmus Plus ein halbes Jahr nach Irland, Frankreich oder Spanien gehen und dort ein Betriebspraktikum absolvieren.
Dabei ist es egal, wie gut oder schlecht eure Fremdsprachenkenntnisse sind, denn das Meiste lernt man so oder so vor Ort.

Die Organisation übernimmt die Friedrich-List-Schule in Darmstadt.

Solltet ihr für euren Abschluss noch ein Praktikum nachweisen müssen (wie zum Beispiel bei der Ausbildung zum/-r Fremdsprachensekretär/in), könnt ihr dies ebenfalls über das Erasmus Plus Programm tun.

Diejenigen, die sich für die Ausbildung zum/-r Hotelfachmann/-frau mit Zusatzqualifikation Hotelmanagement entschieden haben, können durch das Auslandspraktikum auch die Europaqualifikation erlangen. Dafür muss anschließend an das Praktikum nur ein Bericht geschrieben und eine kleine Prüfung an der DEHOGA Akademie in Bad Überkingen abgelegt werden.

Natürlich bringt dieses Programm noch sehr viel mehr Vorteile mit sich als nur Abschlüsse und Qualifikationen.

Ich hatte mich dazu entschieden von August 2019 bis Februar 2020 nach Spanien in die Stadt San Sebastián zu gehen. San Sebastián, auch Donostia genannt, liegt im Norden Spaniens im Baskenland und ist nur 20 km von der französischen Grenze entfernt.

Gerade für Leute aus der Gastronomie und Hotellerie eine tolle Wahl, denn der Tourismussektor wächst dort stetig und es ist eine der Städte mit den meisten Michelin-Sterne-Restaurants der Welt.

Überzeugen kann San Sebastián auch mit seiner beeindruckenden Architektur, drei wunderschönen Sandstränden und den tollen Wanderwegen, über die der Jakobsweg führt, sowie mit vielen lokalen Festen.

Zu Beginn nehmt ihr an einem 3-wöchigen Sprachkurs in einer Sprachschule vor Ort teil. Diese organisiert ebenfalls die Unterkunft und den Praktikumsplatz. In den ersten Wochen kann man sich prima orientieren, an die neue Stadt gewöhnen und Ausflüge machen, bevor das Praktikum losgeht. Man wohnt bei Spaniern, Iren bzw. Franzosen, die ein Zimmer ihrer Wohnung an Schüler der Sprachschule vermieten und einem jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das können Familien sein, aber vielleicht auch nur eine einzelne Person.

Allgemein hat man die Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen, die auch über das Programm hinaus andauern. Ebenfalls kann man die einmalige Chance nutzen, die Weihnachtsfeiertage im Gastland zu verbringen und ein anderes Weihnachten mitzuerleben.

Nur weil man in einem anderen Land ist, heißt es nicht, dass man seine Hobbys und alles Bekannte aufgeben muss. Ich hatte mich beispielsweise in einer Tanzschule angemeldet, da ich auch hier zuhause Unterricht nahm.
Es geht eben auch darum, sich neben dem Praktikum einen Alltag aufzubauen und zu schauen was ich brauche, um dort glücklich zu sein. Das ist vermutlich die größte Herausforderung.

Alle wichtigen Infos rund um die Bewerbung, Finanzierung, den Ablauf und die einzelnen Zielländer sowie den Informationstag im Februar findet ihr unter http://erasmusplus-fls-eu.de/.

Ich kann euch dieses Programm nur wärmstens ans Herz legen und wünsche allen viel Erfolg und tolle Erlebnisse, die sich für die Teilnahme entscheiden.

Verfasst von Vanessa Kaufmann

Anmerkung: Vanessa Kaufmann hat im Sommer 2019 die Ausbildung zur Hotelfachfrau mit Zusatzqualifikation Hotelmanagement an der Georg-Kerschensteiner-Schule absolviert. Um den Zusatz „Europaqualifikation“ zu erlangen, war vorgesehen, dass sie ein halbjähriges Praktikum im englisch-, französisch- oder spanischsprachigen Raum absolviert.

Vanessa hat ihr Praktikum im Hotel Niza in San Sebastián, Spanien gemacht. Das Hotel ist ein 3 Sterne Hotel und gehört der Künstlerfamilie Chillida. https://www.hotelniza.com