Hexen, Geister, Mord und Totschlag im Theater der GKS Obersthausen!

Der Kurs „Darstellendes Spiel“ des Beruflichen Gymnasiums der Georg-Kerschensteiner- Schule Obertshausen hat Anfang Juni 2019 mit „Macbeth“ von William Shakespeare einen echten Klassiker sehr erfolgreich auf die Bühne gebracht. Sowohl die schwierige Textvorlage als auch die Mengen an Rollen mussten die Schüler bewältigen. Keine einfache Aufgabe, denn im Drehbuch-Autoren-Team wurde das Drama gemeinsam umgeschrieben und mit beeindruckenden audiovisuellen Effekten ausgestattet. Der blutrünstige Macbeth und seine Gattin zeigten eindrucksvoll, wie es im 11. Jahrhundert in den Königshäusern zuging.

Trockeneisdampf aus dem Zauberkessel, Licht und Videoeffekte und ein schauriger Geistergesang in der Hexenszene waren eine riesige Herausforderung für die Kursleiterin Christiana Blumöhr und ihr Darsteller-Team. Der besondere Hit des Stücks war der Gesang der Hexen: „Geister weiß und grau, Geister rot und blau, rührt, rührt, rührt aus voller Kraft“. Dieser Song war sofort ein Ohrwurm und wurde noch durch eine Reihe moderner Rocksongs bei jedem Szenenbildwechsel untermalt. Ohne das hervorragende Technik-Team, bestehend aus Christian Wilke, Rüdiger Sartor und einigen Schülern, wären diese Höhepunkte im Stück nicht möglich gewesen.

Gebannt verfolgten die Zuschauer vor ausverkauftem Haus die Geschichte. Macbeth, ein Vetter des Königs Duncan, kämpft mit ganzer Kraft erfolgreich gegen die Norweger und den Verräter Lord Cawdor. Duncan erfährt davon und ist stolz auf Macbeth. Dafür soll er den Titel „Lord Cawdor“ erhalten. Doch dies erfährt Macbeth zunächst nicht von ihm selbst, sondern von drei Hexen, und zwar auf sehr rätselhafte Art und Weise. Macbeth fühlt sich dadurch in seinem Plan ermutigt, seine Karriere entsprechend selbst zu lenken. Gemeinsam mit seiner Gattin entwickelt er nach der Schlacht sofort einen Plan, wie er nicht nur den Titel, sondern auch gleich die Königskrone erringen kann. Doch mit welchen Folgen für ihn und für seine Frau und letztlich für das ganze schottische Volk?

Das konnten die Zuschauer an diesem Abend hautnah verfolgen - die Arbeit wurde belohnt. Es gab viel Applaus und die zwei Stunden Spielzeit vergingen wie im Flug. Wir sind gespannt, welches Werk im nächsten Schuljahr ausgewählt wird!