Berufliches Gymnasium Ernährung "Klima-Snack-Bar"


Im Rahmen „Schulen für den Umweltschutz gesucht“ durch die Verbraucherzentrale Hessen fand am 27. September eine Erprobung der Unterrichtseinheit „Klima-Snack Bar“ im Leistungskurs Ernährungslehre der 13 BG-6 statt.

Das erste Gespräch Der Einstieg war als Film gestaltet, in dem die Erde in Facebook den „Mensch als Freund“ einlädt. Diese Form war für die Altersgruppe genau richtig gewählt. Die Schüler fühlten sich angesprochen und motiviert für die anschließende Präsentation mit Gesprächsrunde unter Leitung von Herrn Dr. Siehl und Herrn Kaiser zum Thema Klimawandel durch den Treibhauseffekt. Facebook als Einstieg

Im Anschluss verteilte sich die Klasse auf vier vorbereitete Gruppentische. Hier fanden sie die Arbeitsanweisungen für die Herstellung der verschiedenen Bestandteile der Snackbar:

  • Obstteller mit saisonalen und regionalen Früchten
  • Aufgeschnittenes Gemüse
  • Verschiedene belegte Brote mit vegetarischem Aufstrich, Frischkäse, Wurst und Käse
  • Verschiedene Fruchtsäfte
  • Alles wurde in Form eines Buffets aufgebaut und gemeinsam verzehrt.



Obst wird gerichtet    

Daran schloss sich der Theorieteil an. Die Schüler errechneten mit Hilfe vorgebener Tabellen die CO2-Äquivalente ihres Lieblingssnacks (zur Vereinheitlichung werden die Emissionen der verschiedenen Treibhausgase – Kohlendioxid, Methan, Lachgas und flourierte Verbindungen - auf die Wirkung Gemüse in der Vorbereitung

von CO2 umgerechnet) . Unerwartet hohe Werte für das Käse- und das Salamibrötchen, nämlich 4.300 CO2-Äquvalente pro Portion, regten zum Nachdenken und Diskutieren an. Bei Gemüse und Obst aus der Region dagegen betrug der Wert 4 -5 egal ob bio oder konventionell erzeugt. Bei der Berechnung durch den BUND wurden sämltliche CO2-Emissionen bei Herstellung, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Zubereitung berücksichtigt. Brote und Säfte gehören auch zum Snack

In der nachfolgenden arbeitsteiligen Gruppenarbeitsphase beschäftigten sich die SuS mit den Unterschieden ökologischer und konventioneller Landwirtschaft, dem Sojaanbau und der sich daraus ergebenden Rodung des Regenwaldes, dem Abfallproblem bei Lebensmitteln und der CO2-Emission durch die unterschiedlichen Transportwege.
Die Ergebnisse wurde im Plenum unterstützt durch Plakate vorgetragen. Die eigene Meinung musste klar formuliert werden und die Frage nach Veränderungen im Ernährungsverhalten als Konsequenz aus den erhaltenen Informationen der jeweiligen Gruppe und der gesamten Klasse wurden abgefragt. Berechnungen für den CO2 Wert


Präsentation der Ergebnisse  

  Alle Werte werden auf Plakate gebracht
Die drei Stunden vergingen durch die abwechslungsreichen Aufgaben wie im Fluge, so dass nicht genug Zeit verblieb um die Schüler als Klimatisten zu gewinnen. Das wird aber in den nachfolgen Unterrichtsstunden nachgeholt. Klimatist wird man, indem man in seinem Alltag auf klimaschützendes Verhalten achtet.
Die Schüler sollen auch als Multiplikatoren weitere Schüler der GKS anwerben, das Klimatisten-Abkommen zu unterzeichnen. Eine geeignete Form wird in den nächsten Stunden diskutiert.


Am 08.Oktober fand in der 11 BG6, ebenfalls eine Klasse mit Schwerpunkt Ernährung, eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema statt.

Barbara Selzer