Projekt „Juniorexperten“ aktiv gestartet

Am 2. Februar war es soweit: rund 130 Auszubildende des zweiten Ausbildungsjahres, die in sieben Ausbildungsberufen den schulischen Teil der dualen Ausbildung durchlaufen, besuchten die Geschwister-Scholl-Schule, die Heinrich-Böll-Schule und die Georg-Büchner-Schule im Rodgau.

Begleitet von sieben Klassenlehrern und den Abteilungsleiterinnen der Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung, Frau Hauck und Frau Wenzel, und der Abteilungsleiterin der Gastronomie, Frau Hausmann, statteten sie den Abschlussklassen des Haupt- und Realschulzweiges der Gesamtschulen einen Besuch ab.

In Teams stellten die Juniorexperten “auf Augenhöhe“ ihre Ausbildungsberufe: Kaufleute für Groß- und Außenhandel, Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen, Steuerfachangestellte, Fachkraft für Lagerlogistik, Bürokaufleute, Verwaltungsfachangestellte und die breite Ausbildungspalette in der Gastronomie vor. Dabei ging es nicht nur um inhaltliche Dimensionen, sondern vor allem um Erfahrungsberichte und selbst Erlebtes in der Ausbildung.

Angesprochen wurden Thematiken wie Wege der Berufsfindung, Unterstützung und Tipps zur Bewerbung, Erwartungen an die Berufsausbildung und zwischenzeitlich gemachte Erfahrungen im Beruf. Auch der typische Tagesablauf im beruflichen Alltag der Auszubildenden durfte nicht fehlen.

Im Anschluss an die 90minütige Vorstellungsrunde konnten die Schüler mit den Auszubildenden „unter 4-Augen“ in der Aula der jeweiligen Schule Kontakt aufnehmen.
Ein Mittagessen als kleines „Dankeschön“ der besuchten Schule an die Juniorexperten beschloss den Vormittag, bevor die Auszubildenden am Nachmittag wiederum ihre praktische Ausbildung in den Betrieben aufnahmen.

Mit diesem Projekt, dessen Realisierung die Projektbeteiligten, das Kommunale Bildungsmanagement der Stadt Rodgau, die Schulleitungen der Gesamtschulen der Stadt Rodgau und die Schulleitung der Georg-Kerschensteiner-Schule am 29. September 2011 beschlossen, soll eine praktische Hilfestellung bei der Berufsorientierung und der sich anschließenden Berufswahl geleistet werden.

Die sich im Entscheidungsprozess befindlichen Jugendlichen der Gesamtschulen erhalten vor Ort aktive Hilfe durch fast Gleichaltrige, die diesen Prozess vor nicht allzu langer Zeit selbst durchgemacht haben und geben ihre Erfahrungen weiter. Außerdem leisten die Präsentationen einen Beitrag zur zunehmenden Professionalisierung und Steigerung des Selbstbewusstseins der Schüler der GKS. Die Auszubildenden erhalten, neben einer kleinen persönlichen Anerkennung, auch ein Zertifikat für ihr Engagement im Projekt „Juniorexperten“.
Ob in einigen Fällen ein erwünschtes „Patensystem“ zwischen Berater und Beratenem entstanden ist, wird die nahe Zukunft zeigen.