Teilzertifikat: Ernährung und Verbraucherbildung

Pressemitteilung zur Zertifizierung der

Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen am
15. Dezember um 09:00 Uhr

Teilzertifikat: Ernährung und Verbraucherbildung
im Rahmen des Projekts
Gesunde Schule

Die Gesundheitserziehung gehört zu den besonderen Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Schule. „Schule und Gesundheit“ ist ein Programm des Hessischen Kultusministeriums, das die Gesundheitsförderung in die Schulentwicklung einbezieht.

Ziel aller an der Schule Beteiligten ist die Verbesserung der Bildungsqualität durch eine gesteigerte Gesundheitsprävention.

Die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden ihre eigene Gesundheit zu achten und zu fördern. Die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen müssen an der Georg-Kerschensteiner-Schule nachhaltig entwickelt werden.

Die Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention sind im Schulprogramm sichtbar zu verankern. Sie beinhalten zwei Ebenen:

  1. Verbesserung der Verhältnisse:
    Die Georg-Kerschensteiner-Schule soll ein Ort sein, an dem sich alle Beteiligten wohl fühlen und damit gerne und erfolgreich arbeiten. Die Schule wird unter Federführung der Lehrerinnen Lehrer Schritt für Schritt gesundheitsfördernd als Lebens-, Lern- und Arbeitsfeld entwickelt. 
  2. Das Verhalten ändert sich unter gesundheitsrelevanten Aspekten:
    Sie soll junge Menschen befähigen, mit Gesundheitsgefährdungen selbstbestimmt fertig zu werden. Inhaltlich bedeutet dies, sich mit Themen wie Sucht- und Gewalt, Bewegung, Ernährung, Umwelt und Verkehrserziehung auseinanderzusetzen.

Im Kontext von „Schule und Gesundheit“ werden in dem Schulentwicklungsprozess zur „Gesundheitsfördernden Schule“ Teilzertifikate als zu folgenden Arbeitsbereichen vergeben:

  • Sucht –und Gewaltprävention 
  • Ernährung & Verbraucherbildung 
  • Bewegung & Wahrnehmung 
  • Umwelterziehung/Ökologische Bildung 
  • Verkehrserziehung und Mobilität 
  • LehrerInnengesundheit

Die Georg-Kerschensteiner-Schule hat seit mehreren Jahren in dem Bereich „Ernährung“ in bemerkenswert systematischer Weise die erforderlichen Qualitätsdimensionen erarbeitet und sich somit für den Erhalt des Teilzertifikates „Ernährung & Verbraucherbildung“ qualifiziert.

Unter der Federführung von Frau Selzer und in Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe „Schule und Gesundheit“ (Marion Eimuth, Susanne Hausmann, Ute Janat, Eva Schengber, Christiane Seidler, Heidi Schneider, Marco Stark, Sven Voigt und Brigitte Wilken) ist die „Ernährung“ ein fester Bestandteil des Schulprogramms.

Das Ernährungskonzept wird täglich von Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen und Schülern umgesetzt.

Zentrale Elemente der Umsetzung im Schulalltag sind gegenwärtig bereits:

  • Es gibt täglich eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Pausen- und Mittagsverpflegung durch den Betreiber des Schulbistros. 
  • Diverse Projekttage greifen die Themen „Gesunde Ernährung“ sowie „Lehrergesundheit“ regelmäßig auf. 
  • Klassen besuchen außerschulische Lernorte, organisieren das Kelterfest mi vielen Facetten rund um den Apfel und thematisieren Ernährungs- und Verbraucherbildung intensiv im Unterricht. 
  • Es gibt einen Schüleraustausch „Gastronomie ohne Grenzen“ mit Ernährungsschwerpunkt mit dem Lycee Professionelle in Nerac/Aquitaine in Frankreich. 
  • Der „Eine Welt-Laden“ schafft für die Schülerinnen und Schüler ein Bewusstsein für die sozialen, ökologischen und ethischen Aspekte der Ernährung.

Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Beratungsleistungen der Schülerinnen und Schüler des LeistungskursesErnährungslehre“ des Beruflichen Gymnasiums in der Jahrgangsstufe 12. Sie beraten unter Anleitung ihrer Lehrerinnen Frau Seidler, Frau Simon-Wagner, Frau Janat, Frau Selzer und Frau Wilken regelmäßig Kindergärten, Grundschulen, Sportvereinen und Seniorenstifte bei der Auswahl ernährungsphysiologisch gesunder Lebensmittel, erarbeiten gemeinsam mit den Betroffenen Menüvorschläge und evaluieren den Erfolg ihrer Aktivitäten seit vielen Jahren.
Auch in der Umsetzung des Lehrplans in der Gastronomie in der Berufsschule, der 2jährigen Berufsfachschule und der 2jährigen Höheren Berufsfachschule werden die Aspekte einer gesundheitsfördernden Koch- und Esskultur realisiert.
Mit der Einrichtung der Fachrichtung „Gesundheit“ am Beruflichen Gymnasium im Jahre 2009 sind die Inhalte des Programms „Gesunde Schule“ mit den präventiven Elementen gleichzeitig wesentliche Teile des Curriculums dieser Fachrichtung.

In der Berufsschule bereits teilweise realisiert und in weiteren Klassen der verschiedenen Bildungsgängen wie Berufsfachschule und Höherer Berufsfachschule geplant ist die Einrichtung des Schulfrühstücks als Start in einen erfolgreichen Lerntag. Viele kommen ohne Frühstück in die Schule und wundern sich anschließend über Konzentrationsmängel.
Und in der Gastronomieabteilung sollen im fachpraktischen Unterricht verstärkt Lebensmittel aus der Region Verwendung finden. Die Bewegung „Slow Food“ ist uns hier Vorbild. Last but not least steht ein Projekttag mit den Schülerinnen und Schülern im Jahr 2012 zu dem Thema auf der Agenda der Schulleitung.

Die vorgenannten Angebote fördern ein gesundes Ernährungsverhalten, stärken die körperliche und geistige Entwicklung, geben Einblick in die Körperfunktionen und legen den Grundstein für die Bereitschaft, sich im späteren Leben ausgewogen und vollwertig zu ernähren. Geschmacks- und Handlungsmuster werden entwickelt, gefestigt und fördern somit nachhaltig gesunde Ernährungsgewohnheiten.

Alle Faktoren tragen dazu bei, dass die Ernährungs- und Gesundheitssituation im gesamten Schulumfeld der Georg-Kerschensteiner-Schule nachhaltig verbessert wird. Gleichzeitig werden wichtige Grundlagen gegen die Vermeidung von Übergewicht und ernährungsbedingten Krankheiten geschaffen.

Ohne engagierte Unterstützung durch die LehrerInnen der Schule sowie die Schulleitung wäre die Zertifizierung nicht in der Kürze der Zeit möglich gewesen, so der Schulleiter Arnold Gündling. Ein ganz besonderes Lob gebührt der Steuergruppe mit Frau OStRin Barbara Selzer Theilig, die in vielen Stunden die Basis für die Zertifizierung erarbeitet hat.

Frau Selzer Theilig wird den Umsetzungsprozess federführend weiterhin begleiten.

Die Zertifizierung wurde bearbeitet und durchgeführt vom Staatlichen Schulamt für den Kreis und die Stadt Offenbach von

Lucia Scheuermann (verantwortlich am SSA für das Projekt Schule und Gesundheit)
Christian Petrak, Ursula Güttler, Susanne Hahn (Fachberatung)

Ab sofort arbeiten bereits Projektgruppen der Schule an den nächsten Teilzertifikaten:

  • Bewegung und Wahrnehmung
  • Sucht und Gewaltprävention
  • Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern

Ziel ist es, spätestens in zwei Jahren die Voraussetzungen für alle vier Teilzertifikate geschaffen zu haben. Damit wäre die Georg-Kerschensteiner-Schule berechtigt, den Titel „gesundheitsfördernde Schule“ zu führen.