Laufen für Pakistan und Schulen im südlichen Afrika

GKS on the run oder: wie hilfreich es sein kann, sich im Kreise zu drehen
von Martin Rämer


Zuerst die nackten Fakten: Am 30. September 2010 schickten sich zwischen 8 und 13 Uhr ca. 1400 Schülerinnen und Schüler - nebst betreuenden, vereinzelt auch läuferisch begleitenden Lehrkräften -aus 57 der insgesamt 120 Klassen verschiedenster Schulformen der Georg-Kerschensteiner-Schule an, auf der wunderschönen Laufbahn der nicht minder herrlichen Sportanlage an der Badstraße ihre von Sponsoren unterschiedlichster Provenienz unterstützten Runden im Rahmen der Aktion „wir laufen für Unicef“ zu drehen. Ziel dabei war es, für den Bau neuer Schulen in Afrika und die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan zu gleichen Teilen möglichst viele Euros zu erlaufen, wobei auch ergehen oder erschlendern erlaubt war, denn der sportliche Aspekt war insgesamt betrachtet zweitrangig, wenngleich sich einige Lern- und Lehrkräfte beeindruckende Ausdauerleistungen abrangen.

Laufen für Pakistan
Die von Sportkoordinator Uli Brand gleichermaßen erstmals wie erfolgreich organisierte Veranstaltung trachtete nach folgendem Modus an möglichst viel Geld zu kommen: Die Schülerinnen und Schüler sollten Sponsoren gewinnen, die für jede gelaufene Runde bereit waren, einen vorher vereinbarten Betrag zu zahlen. Die Runden wurden mittels einer Laufkarte durch ründlichen Stempelaufdruck seitens frei- wie möglicherweise auch weniger laufwilliger SchülerInnen dokumentiert, die Karte anschließend den Sponsoren triumphierend unter die Nase gehalten und das Geld der Klassenlehrkraft überreicht. Als Sponsoren traten Eltern und Verwandte unserer SchülerInnen, die Ausbildungsbetriebe unserer beteiligten Berufsschulklassen, aber auch die LehrerInnen und die SchülerInnen selbst auf.

Verpflegung für Läufer
Nach Recherche über vergleichbare Veranstaltungen benachbarter Schulen und im Kalkül vorab wurde eine Summe von 5000 bis maximal 6000 Euro als erstrebenswertes Ziel angepeilt - wozu ist man denn schließlich eine Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt?- und für die Verpflegung der regen Athletinnen und Athleten wurde von Schülerseite und dank Sponsoren – wofür ist man denn schließlich eine Schule mit ernährungswissenschaftlichem und gastronomischem Schwerpunkt? – bestens gesorgt. Auch wenn sich der Schirmherr der Aktion, Oliver Bierhoff, nicht persönlich blicken ließ, so war es eine rundherum – dieses Wortspiel sei erlaubt – gelungene Veranstaltung der Schulgemeinde der GKS zu einem, nein: zwei guten Zwecken, denn sage und schreibe 11ooo (in Worten: elftausend) Euro wurden gespendet, was den versäumten Unterricht und die organisatorische Mehrarbeit der geldeinsammelnden Klassenlehrkräfte sicher verschmerzen lässt.