Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 am Beruflichen Gymnasium

Es müssen nicht gleich mehrwöchige Praktika bei RTL oder ARD sein. Auch „kleine“ Erfahrungen bei Lokalzeitungen können den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bei einer Bewerbung im Bereich Medien machen, so die eindringliche Botschaft des Geschäftsführers von FFH, Wolfgang Kotroba, bei einer Veranstaltung zur Berufsorientierung an der Georg- Kerschensteiner- Schule am Freitag, den 19.02.2016. Wer schon einmal einen Bericht über den eigenen Verein, ein Kreisligaspiel oder für die Schülerzeitung geschrieben hat, könne so durchaus die Weichen zu seinen Gunsten für seinen beruflichen Weg stellen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums (BG) der Georg- Kerschensteiner- Schule war dieser Nachmittag die zweite Einheit einer Reihe von mehreren „Bausteinen“ zur Studien- und Berufsorientierung. Sie hatten an diesem Tag die Chance, von Vertretern aus der Wirtschaft, der Medizin, von Hochschulen, aus dem Bereich Medien, von Institutionen für soziale Arbeit (FSJ) und der Bundesagentur für Arbeit ganz persönliche Inspirationen für ihren späteren Werdegang zu erhalten.

Herr Völker von der Bundesagentur für Arbeit (BAA) stellte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen und die Kooperation der Schulen mit der BAA und Vertretern der Wirtschaft heraus. Den Schulen obliege eine große Verantwortung, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Berufsfindungsprozess zu begleiten. Dabei müsse man ihnen immer wieder klar machen, wie negativ zum Beispiel unentschuldigte Fehlzeiten in Zeugnissen auf die künftigen Arbeitgeber wirkten, so Völker.

Auch Studenten waren an diesem Tag vor Ort. Sie warnten die zukünftigen Studentinnen und Studenten davor, das Studium zu unterschätzen. Die Abbruch- bzw. Durchfallquote sei hoch und im Bereich der vorgestellten Studiengänge BWL und Maschinenbau würden etliche wegen der hohen Anforderungen im Fach Mathematik scheitern.

Die Vertreterin von „Ernst & Young“, Lisa Heiden, zeigte die Möglichkeit eines dualen Studiums auf, von dem in ihrem Unternehmen jedes Jahr 100 Stellen angeboten werden. Das gleichzeitige Arbeiten in der Praxis, damit einhergehende Erfahrungen und die Bezahlung machen das duale Studium immer attraktiver. Ähnlich wie die etablierte duale Ausbildung passe es gut in die deutsche Lehr- und Lernlandschaft, konstatierte Birgit Hermanns-Peters, Lehrerin an der GKS und Mitorganisatorin dieser Veranstaltung.

Die Berufsorientierung für die Jahrgangsstufe 12 der GKS ist ein zum zweiten Mal durchgeführtes Projekt, an dem in diesem Jahr bereits doppelt so viele Vertreter wie im Vorjahr, beispielsweise aus der Wirtschaft, teilgenommen haben. Vor allem aber diejenigen, für die diese „Bausteine“ gedacht sind, nämlich die Schülerinnen und Schüler, haben das breite Angebot gut angenommen und blieben auch über das offizielle Veranstaltungsende hinaus, um interessiert Fragen zu stellen. „Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und hoffen weiterhin auf ein reges Interesse unserer Schülerinnen und Schüler“, sagten Fachlehrer Jürgen Rentz und Referendarin Jessica Kotroba, die ebenfalls zu den Organisatoren der Veranstaltung gehören.

Der Schulleiter der Georg- Kerschensteiner- Schule, Dirk Ruber, sowie der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Ulrich Brand, bedankten sich herzlich bei den zahlreichen Gästen und betonten ausdrücklich, dass die Schule auch weiterhin die Schülerinnen und Schüler bei der wichtigen Entscheidung, wie es nach dem Abitur weitergehen soll, mit verschiedenen Aktionen und Angeboten, wie eben auch mit dieser Veranstaltung zur Berufsorientierung, unterstützen wird.

Frank Hennighausen