Edles für die Kerschensteiner: Innenhof der beruflichen Schule fertig

Genügend Raum und Platz für Pflanzen

Obertshausen - Mit hohem Aufwand hat der Partner Hochtief den Innenhof der Georg-Kerschensteiner-Schule saniert. Die rund 300 Quadratmeter sind umgeben von Lehrküchen und bieten bald Raum und Zutaten für den Unterricht. Von Michael Breite Wege mit grauen Granitplatten winden sich um Grünflächen, in der Südwest-Ecke steht ein sechseckiger, offener Pavillon mit drei Bänken aus Edelstahl. Schmucke Elemente gibt’s auf dem Rundgang durch den neuen Innenhof der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) überall zu entdecken. Am Ausgang zur Küche ragen ein Spülbecken und ein Hochbeet umgeben von Granitstelen in die Höhe, schlichte Säulen mit Lampen ergänzen das Arrangement harmonisch. Das aufgeräumt wirkende, 300 Quadratmeter große Areal ist nicht pompös, aber praktisch, die Ausstattung langlebig und pflegeleicht. „Das ist ein sehr individuelles Konzept“, betont Timo Porsch, Prokurist bei Hochtief. Wäre der Standort eine Grundschule, hätte er wohl Schaukel, Rutsche, Klettergerät und mehr Grün eingeplant. In Gesprächen mit GKS-Schulleiter Dirk Ruber und Fachlehrern fiel die Entscheidung auf eine Gestaltung, die von Lerngruppen auch als „offenes Klassenzimmer“ genutzt werden kann.

Stolz aufs Geleistete sind die Bauherren von Hochtief. Sie haben den neuen Innenhof der Georg-Kerschensteiner-Schule gestaltet. © Michael Prochnow


Im Beet sollen bald Kräuter gedeihen: Schnittlauch, Petersilie, Lauch, Dill oder auch Möhren. Dank der Stelen-Höhe lässt es sich im Stehen säen, hegen und ernten. An den Flanken des Platzes wachsen bereits Apfelbäume, Stachel- und Johannisbeer-sträucher. Wer im vergangenen Sommer beim Gang durchs B-Gebäude die Sandwüste passieren musste, der konnte sich wohl kaum vorstellen, dass sich die Baustelle einmal derart verwandeln würde. Eigentlich gab der Hof kein übles Bild ab. Mehrere Bäume wucherten weit über die Flachdächer hinaus, Gras und Blumen sorgten für Farbe. Die Natur musste im Juni aber weichen. Abwasserrohre, die quer unter dem Platz verliefen, hatten Löcher, es kam zu Rückstaus in den Toiletten – keine angenehme Erinnerung für Lehrkräfte wie Schüler. Auch die Heizungsrohre unter den Wurzeln waren angerostet, die Schächte nicht mehr in Ordnung. „Wir mussten sofort handeln“, blickt Porsch zurück, „die maroden Verbindungen austauschen“.


Die Lage erforderte nach der umfangreichen Rodung, dass Mini-Bagger und Aushub per Kran über den Restaurant-Trakt eingeschwebt und abtransportiert wurden. Den Zuschnitt der Steine und den Einsatz der Rüttelmaschine wollte der Planer auf die Herbstferien beschränken, was aber nicht ganz hingehauen habe, berichtet der Leiter. Die Einschränkungen für die Berufsschüler hielten sich dennoch in Grenzen. Ruber weist noch auf die automatische Bewässerung hin, die den Pflanzen während der Sommerferien das Überleben sichert. Er dankt den beteiligten Firmen und den Hausmeistern der Einrichtung und lobt besonders Hochtief für die „Qualität, die geliefert wurde: Das war beeindruckend!“ Der Direktor möchte weiterhin die „besten Lehrer“ gewinnen, dazu sei auch „die beste Ausstattung“ nötig.


Für die Feierstunde, an der auch der Kreis-Sozialdezernent Carsten Müller teilnahm, zauberten Berufsfachschüler – passend zur neuen Anlage – außergewöhnliche Kuchen. Die Jugendlichen hatten die Köstlichkeiten unter Anleitung ihrer Lehrer, Koordinator Manfred Gottwald und Thomas Eberle, für die Festgemeinde gebacken. Nach der Sanierung der Hausmeisterwohnung und dem Ausstatten der Parkplätze mit LED-Licht, träumt Direktor Ruber schon von weiteren neuen Plänen mit dem Schulpartner.