Berufliches Gymnasium: Sportkurs "Sportliches Ski fahren" 2014/15

Am 24.01.2015 war es endlich soweit: Nach einem halben Jahr Sportunterricht eine Woche Ski fahren in Südtirol und das auch noch, während unsere Mitschüler jeden Tag zur Schule müssen… Kein Wunder, dass dieser Sportkurs bei Herrn Brand so unglaublich beliebt ist.

Am Samstag, den 24.01.15, trafen wir uns um 8.00 Uhr noch ziemlich müde und antriebslos auf dem Parkplatz. Viele kamen in Jogginghose und hatten damit zu kämpfen, ihre kleinen Augen offen zu halten (mich eingeschlossen).

Die „Sitzordnung“ im Bus zeigte, wer sich schon etwas besser kannte und wer sich zum ersten Mal etwas näher kam. Die Busfahrt nach Italien war also dementsprechend ruhig, was sicherlich den einen oder anderen freute, vor allem Herrn Brand. Aufgrund von Pausen, die der Busfahrer alle zwei Stunden machen musste, zog sich die Busfahrt - also hatten wir genug Zeit, uns über die Unterkunft Gedanken zu machen: Wie wird die Zimmeraufteilung sein? Sind die Zimmer sauber? Hat jedes Zimmer ein eigenes Bad?

Endlich angekommen wurden alle Fragen beantwortet und jegliche Angst fiel von uns ab.
Die Unterkunft war gut. Die Zimmer waren groß und jedes einzelne von ihnen besaß ein Badezimmer und sogar einen Balkon. Nach dem Abendessen fielen die meisten, müde von der Busfahrt, ins Bett.

Am nächsten Morgen gab es, wie die darauf folgenden Tage auch, ein kleines, aber feines Frühstücksbuffet. Danach machten sich alle "Ski fahr- bereit" und dann ging es auch schon los in den Bus Richtung Skigebiet.

Nachdem sich alle ihre Ski ausgeliehen hatten, hieß es erst einmal Aufwärmen - Jeden Tag war eine andere Gruppe dran, ihr Aufwärmprogramm vorzustellen. Danach teilten wir uns auf: Die Anfängerfolgten Frau Janat und die Fortgeschrittenen Herrn Brand.

Während die Anfänger erst einmal ein Gefühl für Ski entwickeln und deswegen den Berg hochlaufen und anschließend ganz langsam im „Schneeflug“ bezwingen mussten, ging es für die Fortgeschrittenen sofort auf die Piste. Aber natürlich nicht einfach nur zum Spaß, sondern mit einer klaren Aufgabe für die Woche: Carven und kurze Schwünge üben!

Das Fazit nach dem ersten Tag war eher mittelmäßig. Die Anfänger klagten über blaue Flecken und Schmerzen und die Fortgeschrittenen waren sich unsicher, ob sie den Ansprüchen gerecht werden können. Nach dem Abendessen mit netten Gesprächen waren die Strapazen und Unsicherheiten aber schnell vergessen.

Das 'A-Team' - Anfänger


Am zweiten Tag machten sich bei allen schon deutliche Fortschritte bemerkbar. Die Anfänger hatten weniger Angst und die Fortgeschrittenen achteten viel mehr auf Technik und richtige Körperhaltung, die Herr Brand natürlich perfekt vormachte. - Kein Wunder also, dass viele von uns am Abend über den ersten Muskelkater klagten.

Der Fortgeschrittenen-Kurs bewältigte an diesem Tag auf dem Gitschberg eine Höhendifferenz von 891m, die gefahrene Strecke betrug 33.7 km und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 63,8 km/h. Besonders im Fortgeschrittenenkurs konnte von entspanntem Fahren nicht die Rede sein, aber genau das ist ja auch das Tolle am Skisportkurs. Man verbessert seine Fahrkünste innerhalb kürzester Zeit.

Tag 3 auf der Piste war eher entmutigend. Das Wetter spielte nicht mit und viele waren müde, hatten Muskelkater oder irgendwelche anderen Schmerzen, die das Fahren erschwerten.
Das hatte aber natürlich auch seine Vorteile: In der Hütte sitzen mit leckerem Essen, super Ausblick und vor allem W-Lan hat natürlich seinen Reiz.

Irgendwann ging es dann aber auch weiter mit einer extrem hügeligen Piste, bei der viele aus dem fortgeschrittenen Kurs so richtig loslegen konnten. Die anderen wurden von Herrn Brand motiviert :-)

Am vierten Tag waren fast alle Wehwehchen vom Vortag vergessen, denn die Sonne schien und wir besuchten die Plose, ein weiteres Skigebiet. Dort angekommen war die Stimmung anfangs zwar eher noch mittelmäßig, das änderte sich aber schnell, als alle den Ausblick genießen durften.

Wir wärmten uns also wieder auf und jeder ging in seine Gruppe. Da wir im Fortgeschrittenen-Kurs bemerkten, dass die kurzen Schwünge, die wir unter anderem die Tage zuvor geübt und verbessert hatten, besonders gut auf dieser Piste zu fahren waren, entschieden wir uns, den Abschlusstest mit den kurzen Schwüngen einen Tag vorzuverlegen, was allen in der Bewertung sehr zugute kam.

Mittags hielten wir wieder an einer Hütte zum Essen, alle waren gut drauf und jedem, der draußen saß, schien die Sonne ins Gesicht. Da die eine Prüfung ja schon erledigt war, genossen wir alle das freie Fahren mal ganz ohne Anstrengung.

Das 'C-Team' - Carving

Am fünften und somit letzten Tag fanden die letzten Prüfungen statt. Carven war bei den Fortgeschrittenen angesagt, was aber einigen schwerer fiel als die kurzen Schwünge am sonnigen Vortag. Alles in Allem ging es aber gut aus und alle waren sehr zufrieden mit ihrer Leistung der ganzen Woche und der abschließenden Bewertung.

Ziemlich geschafft saßen wir dann im Bus Richtung Unterkunft, dort angekommen aßen wir zu Abend und freuten uns auf einen schönen letzten Abend mit viel Spaß :-)

Am 30.1. 2015 war die Skifahrt mit Herr Brand, Frau Janat und Frau Selzer dann leider endgültig vorbei. Die Busfahrt zurück war ganz anders als die Hinfahrt. Dadurch, dass sich nun alle besser kannten, und vor allem dadurch, dass wir in den letzten Tagen sehr viel Bewegung an frischer Luft hatten, war es auch kein Problem mehr, in Ruhe und Frieden zu schlafen, selbst wenn man dabei nicht immer schön aussieht:

Dana Schächterle