Der älteste Fund

Der bisher älteste Apfelfund, ein heimischer Holz-Apfel, stammt aus einer 6000 Jahre alten Bandkeramikersiedlung bei Heilbronn. Der Ursprung der heutigen großfrüchtigen Kulturäpfel ist nicht sicher geklärt, vermutlich entstanden sie aus Kreuzungen südwestasiatischer Wildäpfel. Sehr wahrscheinlich war zumindest der so genannte Paradiesapfel (Malus paradisiaca), vielleicht auch der wilde Süßapfel (Malus mitis) daran beteiligt. Der Kulturapfel kam dann mit den Römern, die sich im Gegensatz zu den Griechen der Apfelzucht widmeten, nach Germanien. Da die Frucht dort schon durch die heimische Wildform bekannt war, erhielt sich auch der alte germanische Name apitz; später althochdeutsch affaltra. Die französische Bezeichnung pomme geht auf lateinisch pomum zurück von Pomona, der römischen Göttin aller Fruchtbäume. Die Römer nannten die Frucht am malum (griechisch melon).